«Es geht nichts über gute Inhalte»
• Caduff: Herr Baumgartner, Sie sind schon lange in der Finanzbranche und mit ihr verbunden. Stimmt es, dass Sie schon weit über 30 Jahre Erfahrung haben?
Baumgartner: In der Tat war ich schon 1989 dabei, als die damalige Wochenzeitung «Cash» als erste in der Schweiz Performance-Vergleiche von Anlagefonds machte. Das gab damals gehörig zu reden und führte unter anderem zu einer Vorladung bei der SBG (heute UBS). Seither hat sich die Asset Management- und Fondsbranche stark entwickelt – nicht nur bei den Volumen und bei der Anzahl Anbieter in der Schweiz. Ganz viele Experten sind der Branche treu geblieben, auch wenn sie ab und zu den Anbieter wechseln. In der Finanzbranche arbeite ich übrigens schon seit 1981, also seit über 40 Jahren.
• Caduff: Jetzt führen Sie seit über zehn Jahren Ihre eigene Kommunikationsfirma b-public AG. Was ist für Sie in der Finanzkommunikation besonders wichtig?
Mit einer guten Story können wir andere begeistern. Markus Baumgartner
Baumgartner: Content, Content, Content. Es geht nichts über gute Inhalte. Mit einer guten Story können wir andere begeistern. Gutes Storytelling ist daher eine wichtige Voraussetzung, um wahrgenommen zu werden. Da stelle ich ehrlicherweise einen grossen Unterschied zwischen Anbietern mit Muttersprache Deutsch und angelsächsischen oder Fondsunternehmen aus anderen Ländern fest.
• Caduff: «In a nutshell»: Was raten Sie heute einem Fondsanbieter?
Baumgartner: Mit der Kommunikation bereiten wir den Boden für den Verkauf vor. Wenn etwas komplett unbekannt ist, hat man kein Vertrauen. Sobald ein Sales ein Meeting vereinbaren kann, geschehen beim Gegenüber heute drei Dinge: Er schaut sich die Website des Anbieters an, er konsultiert das LinkedIn-Profil des Gegenübers und er macht einen Google-Search. Ist die Website stimmig, strahlt das LinkedIn-Profil eine gute Reputation aus und erscheinen in Google gute Resultate, dann ist die Hälfte der Begegnung schon geglückt. Was wichtig ist und bleibt, ist die Strategie.



