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Zürich, 07.09.2022

Fotos: Fundplat

«Institutionelle Investoren setzen bereits auf swisspeers KMU-Kredite»

• Caduff: Herr Lehner, Sie hatten bei einer Bank eine viel­ver­sprechende Karriere am Laufen. Wie kam der Wechsel zu einem Fintech?

Lehner: Im Jahr 2015 habe ich die Start-up-Welt für mich entdeckt und befasste mich immer inten­siver mit Fintechs. Monate­langes Selbst­studium, Netz­werken sowie eigene praktische Erfah­rungen im Umgang mit neuen, inno­va­tiven Produkten und Services füllten meine Zeit neben meiner Rolle als tradi­tio­neller Private Banker. Mir wurde bewusst, dass sich die Rolle als Banker sowie die Werte über die Zeit verändern werden und ich habe beschlossen, mich selbst zu trans­for­mieren und Kundinnen und Kunden ausser­halb der tradi­tio­nellen Banken­welt zu bedienen. Swisspeers verfolge ich seit 2016.

• Caduff: Ihr Unternehmen betreibt «Direct Lending». Welche Parteien bringen Sie zusammen?

Lehner: Als digitale Platt­form bringen wir Inves­toren mit Schweizer KMU zusammen. Über 30 Prozent der Gelder stammen von Insti­tutio­nellen wie zum Beispiel Pensions­kassen, Anlage­stif­tungen und Vermö­gens­ver­walter. Eine Umfrage bei den Kunden hat gezeigt, dass die Verzinsung der gewährten Darlehen nicht an oberster Stelle steht. Sie möchten Schweizer KMU unter­stützten und ihnen gefällt die Idee von Peer-to-Peer Lending. Sie schätzen die hohe Transparenz, da sie genau wissen, wohin ihr Geld fliesst. Dem Bedürfnis nach einer guten Rendite mit einer Duration unter zwei Jahren können wir aber auf jeden Fall nach­kommen.

• Caduff: Man kann Kredite auch einzeln auswählen. Warum ist dies gerade für Insti­tutio­nelle inte­ressant?

Lehner: Das ist richtig. Die Änderung der Anlage­vor­schriften bezeichnen Anlagen in nicht­ko­tierte Forde­rungen von Schuldnern mit Domizil in der Schweiz als «Private Debt Schweiz», welche nicht mehr über kollek­tive Kapital­anlagen abge­deckt werden müssen. Die Basis für Inves­ti­tionen ist unsere Platt­form und unser Kredit­prüfungs­prozess inklu­sive Finanz­kenn­zahlen basiertem Rating­system. Die hohe Transparenz lässt zu, dass Fonds­manager aktiv Projekte auf der Platt­form für ihr Port­folio auswählen, die ihren Anlage­kriterien entsprechen. Es bestehen bereits einige Fonds in der Schweiz, die auf swisspeers-Kredite setzen, ob aktiv gemanagt oder passiv via «Auto­Invest»-Funktion.

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