«Wie Berkshire Hathaway mit Buffett und Munger haben auch wir hier ein Tandem»
Mein Freund Philipp Prömm von Shareholder Value Management AG, Frankfurt, hat mich am Donnerstag, 25.04.2024, netterweise zum Frühstück ins «Motel One» in Zürich eingeladen. Er schilderte mir, welches die Hauptgründe für den Erfolg seines Unternehmens in Deutschland sind und was es dabei mit Warren Buffett zu tun hat. Zudem hat er mir im Detail von der Ernennung von Jens Grosse-Allermann als weiteren Vorstand erzählt. Dass davon zukünftig auch Schweizer Anlegerinnen und Anleger profitieren können, hat mich natürlich besonders gefreut zu hören! Ich habe mich bei Philipp auch herzlich bedankt, dass er uns bei dieser Gelegenheit das Mandat für ein weiteres Jahr gegeben hat. Thomas J. Caduff, CEO, Fundplat GmbH
• Caduff: Herr Prömm, Ihr Unternehmen ist in Deutschland eine feste Grösse im Asset Management. Wie kam das?
Prömm: Eine Firma ist immer dann erfolgreich, wenn sie einen klaren Fokus darauf hat, was sie will. Unser Anliegen ist es, den Anlegerinnen und Anlegern das Thema Aktien näher zu bringen und die Angst davor zu nehmen. Das setzen wir durch unseren Modern Value-Ansatz um, indem wir für sie in wunderbare Firmen investieren, die mittel- bis langfristig bei weniger Risiko bessere Renditen erwirtschaften. Diese Qualitäts-Firmen wiederum finden dann ihren Weg in die von uns aufgelegten Fonds wie den «Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen» als nachhaltiges Investment mit einer aktienmarktähnlichen Rendite bei deutlich geringeren Schwankungen oder in unseren ETF, je nach Gusto der Anleger. Damit sind wir einzigartig in dem, was wir machen, wie wir es umsetzen und wie wir es anbieten.
• Caduff: Der legendäre Investor Warren Buffett ist für Ihren Investmentansatz das grosse Vorbild. Ist das noch zeitgemäss?
Wie Buffett lernen auch wir immer noch gerne dazu. Philipp Prömm
Prömm: Mehr denn je! Von ihm stammt der Spruch: «Es ist weitaus besser, ein wunderbares Unternehmen zu einem fairen Preis zu kaufen, als ein mittelmässiges Unternehmen zu einem wunderbaren Preis.» Das ist der Kern unseres Modern Value-Ansatzes. Gerade Buffett ist derjenige, der von wunderbaren Firmen spricht und sich als den Baumeister bezeichnet, der von seinem leider jüngst verstorbenen Compagnon Charlie Munger als Architekt nur angeleitet wurde. Apple ist ein schönes Beispiel einer solchen Firma und dementsprechend macht die Aktie heute fast die Hälfte von Buffetts Portfolio aus, nicht etwa, weil er so viel davon gekauft hat, sondern weil sich das Investment so erfreulich entwickelt hat. Wie Buffett lernen auch wir immer noch gerne dazu.
• Caduff: Sie haben mit Jens Grosse-Allermann einen weiteren Vorstand geholt, was hat es damit auf sich?
Prömm: Der Schritt, mit Jens Grosse-Allermann einen dritten Vorstand und einen Co-CIO neben Frank Fischer zu integrieren, erinnert mich ein wenig an die eben genannte Konstellation. Wie Berkshire Hathaway mit Buffett und Munger haben auch wir hier ein Tandem, das sich seit gut 20 Jahren kennt, ergänzt und toll zusammen funktioniert. Das hat sich in den Ergebnissen der letzten zwölf Monate bereits gezeigt. Jens und Frank fahren seit Jahren gemeinsam nach Omaha zur Berkshire Hauptversammlung oder auf andere Value-Events, die Jens teilweise organisiert. Seine Erfahrungen als Fondsmanager für ein Family Office in den letzten 15 Jahren sind für uns Gold wert. Er bringt neben seiner Erfahrung ein riesiges Netzwerk mit. Davon dürfen zukünftig auch Schweizer Anlegerinnen und Anleger profitieren!



