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Zürich, 22.05.2024

Fotos: Fundplat

Wir betreiben Verbrie­fungs­vehikel in Luxem­burg, Guernsey und Cayman

Am Mittwoch, 22.05.2024, wurde ich von Volker Varnholt in die wunder­schönen Büros der MRB Fund Partners AG an der Zürcher Fraumünster­strasse mit Blick auf den See zu einem weiteren Tour d’horizon-Gespräch einge­laden. Nach dem rund einstündigen Disku­tieren gingen wir dann kurz auf die Terrasse an die frische Luft, wo wir noch ein paar private Worte austauschten. Es ist immer wieder berei­chernd, sich mit so netten und erfahrenen Menschen unter­halten zu können. Thomas J. Caduff, CEO, Fundplat GmbH

• Caduff: Herr Varnholt, die Verbriefung von Assets ist in aller Munde. Wie posi­tio­niert sich Ihr Unter­nehmen hier?

Varnholt: Ähnlich wie im Fonds­geschäft agiert MRB bei der Verbriefung von Assets als Gene­ral­unter­nehmer. Wir entwickeln schlüssel­fer­tige Lösungen für unsere Kunden. Zu diesem Zweck betreiben wir Verbriefungs­vehikel in Luxem­burg, Guernsey und Cayman. Auf diese Weise können wir eine Vielzahl von Anfor­de­rungen professionell abdecken.

• Caduff: Wer interessiert sich für die Verbriefung von Assets? Gibt es Beispiele?

Varnholt: Beispiel 1: Ein Venture-Capital-Spezialist möchte seinen Inves­toren «Cherry Picking» einzelner VC-Projekte anbieten. Er gewährt dem Investor auf diese Weise maxi­male Auto­nomie und Transpa­renz. Der Investor muss nicht zwangs­läufig in ein diver­sifi­ziertes Portfolio inves­tieren. Wir haben unserem Kunden für diesen Zweck eine «Deal-by-Deal»-Plattform einge­richtet. Im Ergebnis zeichnet der Investor ein Bank-taug­liches Zerti­fikat mit mini­malem Aufwand, jedes Mal, wenn ihm ein spezi­fischer Deal inte­ressant erscheint. Diese «Deal-by-Deal»-Plattform haben wir – dank günstiger Doppel­be­steuerungs­abkommen – in Luxemburg aufge­setzt. Beispiel 2: Ein euro­päischer Investor möchte steuer­opti­mierten Zugang zu US-Assets haben. Wir setzten in solchen Fällen Luxemburg basierte Feeder-Zerti­fikate mit vorge­schal­teten US-Tax-Blockern ein. Beispiel 3: Ein Unter­nehmer möchte einen Kredit bei ihm zuge­wandten Inves­toren aufnehmen, statt bei einer Bank. Auch in diesem Fall lässt sich diese Verbind­lich­keit über ein Luxemburger Zerti­fikat abbilden.

• Caduff: Warum nutzt Ihr Unternehmen verschiedene Verbriefungs­domizile?

Varnholt: In Luxemburg fallen Actively Managed Certi­ficates (AMCs) unter die Fonds­regu­lierung. Das macht die Sache ein bisschen kompli­zierter dort. In Guernsey und Cayman ist das nicht der Fall. Im Gegen­zug punktet Luxemburg aber mit sehr guter Verbuch­barkeit und einer langen Liste von wichtigen Doppel­be­steuerungs­abkommen. Wir haben auch schon erlebt, dass zwei Domizile erfolg­reich mitein­ander kombiniert wurden.

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