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Zürich, 11.11.2024

Fotos: Fundplat

Erfolg­reiches aktivis­tisches Investieren in einer Finanz­welt, die zunehmend von passiven Produkten dominiert wird

• Caduff: Herr Tischendorf, was ist «Shadow Activism», und welche Rolle spielt er in der heutigen Markt­dynamik?

Tischendorf: «Shadow Activism» ist eine inno­vative Investment­strategie im Bereich des «Share­holder Activism». Die Strategie ermöglicht es Inves­toren, von akti­vis­ti­schen Kampagnen zu profi­tieren, ohne selbst öffentlich aktiv auftreten zu müssen. Bei Active Value Partners bauen wir auf über 15 Jahre persön­licher Erfahrung im akti­vis­tischen Inves­tieren in Europa auf und kombi­nieren diesen Erfahrungs­schatz mit den Vorteilen des «Shadow Activism»-Ansatzes.

Unsere Strategie bietet Investoren Zugang zu einem konzentrierten Port­folio aus sorg­fältig ausge­wählten euro­päischen Kampagnen führender Akti­visten wie Cevian Capital, Elliott Mana­gement oder Trian Partners. In einer Zeit, in der passive Invest­ment­strategien immer domi­nanter werden, zeigt sich, dass es den dahinter­stehenden Inves­toren oft an Mitteln, Fähig­keiten und Anreizen fehlt, Unter­nehmen zu kontrollieren und aktiv Werte zu schaffen. Hier agieren Akti­visten als wichtiger Gegenpol. Sie treiben positive Verände­rungen in Unter­nehmen voran, die allen Aktio­nären und Stake­holdern zugute­kommen.

• Caduff: Welche Vorteile bietet «Shadow Activism» im Vergleich zu tradi­tio­nellem Aktivismus und passivem Investieren?

Tischendorf: «Shadow Activism» kombiniert die Vorteile des «Share­holder Activism» mit hoher Flexi­bilität und aktivem Portfolio­mana­gement. Damit adressieren wir zentrale Heraus­forde­rungen für Kapital­allo­katoren, die «Share­holder Activism» in ihre Invest­ment­strategie integrieren möchten:

  • Flexibilität und Liquidität: Ohne direkte aktivis­tische Verpflich­tungen und damit verbundene Risiken und Beschrän­kungen können wir Portfolios dynamisch zusammen­stellen. Wir bieten unseren Inves­toren jederzeit Zugang zu den attrak­tivsten aktivis­tischen Kampagnen bei gleich­zeitiger Wahrung einer hohen Liquidität.
  • Gegenpol zur Passivierung: Die zunehmende Verbreitung passiver Strategien fördert die Entstehung von «Ownerless Corporations», bei denen die Kontroll­funktionen der Eigen­tümer nicht ausreichend wahrge­nommen werden. «Shadow Activism» investiert gezielt in Kampagnen akti­vis­tischer Inves­toren, die durch aktives Enga­gement als Minder­heits­aktionäre Mehrwert für alle Aktionäre und Stake­holder schaffen.
  • Alpha-Generierung: Aus unabhängigen Studien und unserer mehr als 15-jährigen Erfahrung wissen wir, dass akti­vis­tische Kampagnen lang­fristig Über­renditen im Vergleich zum breiten Markt erzielen können. Hierbei spielen Faktoren wie «Time Horizon Arbitrage», die Vermeidung von Kontroll­prämien und die effektive Umsetzung von Wert­steige­rungs­plänen eine wesent­liche Rolle.

• Caduff: Warum ist «Shadow Activism» besonders relevant in einer Welt, die von passiven Strategien geprägt ist?

Tischendorf: Passive Investitionen dominieren zunehmend die Märkte. Trotz ihrer geringen Kosten bergen passive Strategien lang­fristig Risiken. Zum einen steigt, wie insbe­son­dere in den USA zu beobachten ist, das Konzen­trations­risiken in den Märkten. Zum anderen führt die zunehmende «Passi­vierung der Märkte» zu einer abnehmenden Unter­nehmens­kontrolle durch Aktionäre und führt teilweise zu ineffizienten Preis­findungs­mechanismen.

«Shareholder Activism» agiert als strategischer Gegenpol zu passiven Strategien, indem Aktivisten durch effektivere Unter­nehmens­kontrolle und positive Verände­rungen Mehrwert für alle Inves­toren eines Unternehmens schaffen. Funda­men­tale Markt­dynamiken sprechen dafür, dass die Bedeutung von

«Shareholder Activism» in Zukunft weiter zunehmen und damit positiv zur Funktions­fähigkeit der Märkte beitragen wird. Mit unserer inno­va­tiven «Shadow Activist»-Strategie profi­tieren wir von der wachsenden Relevanz des «Share­holder Activism» und bieten Inves­toren Zugang zu den attrak­tivsten alpha-generie­renden akti­vis­tischen Kampagnen – ohne die Einschrän­kungen tradi­tio­neller akti­vis­tischer Fonds und mit hoher Liquidität.

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