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Wenn Vertrauen zur Angriffs­fläche wird: Cyber­risiken in der Vermögens­verwaltung

Fotos: Fundplat

Am Dienstagnachmittag, 26. Mai 2026, hatte ich die Gelegenheit, mich im wunderschönen Garten der legendären 1886 eröffneten Old Fashion Bar, wenige Gehminuten vom Paradeplatz entfernt, mit Roland Sagan, CEO & Co-Founder der Clu Swiss Security AG aus Zug, zu unterhalten. Geplant war eine Stunde, geworden sind es zwei – begleitet von hervorragend gemixten Sommerdrinks und später kühlem Bier, selbstverständlich alles alkoholfrei zu dieser Tageszeit.

Was mir Roland schilderte, war selbst für mich überraschend. Bei Vermögensverwaltungen wird zwar selten physisch eingebrochen, weil dort kaum Wertgegenstände lagern. Das eigentliche Risiko liegt jedoch ganz woanders: Viele Adressen verfügen längst nicht über die elektronischen Sicherheitsbarrieren von Banken.

Zwar verlangt der Regulator umfassende Sicherheitskonzepte, doch zwischen Papier und konsequenter Umsetzung im Alltag liegt oft eine grosse Lücke. Kürzlich liess eine Zürcher Vermögensverwaltung ihre Systeme von Roland und seinem Team testen. Das Resultat war alarmierend: Die Analyse deckte Sicherheitslücken auf, die dem Inhaber schlaflose Nächte bereiteten – insbesondere bei der Vorstellung, Kunden könnten davon erfahren.

Cyberkriminalität wächst rasant, und Roland ist überzeugt, dass wir erst am Anfang stehen. Der Zugriff auf sensible Daten und Informationen von Vermögensverwaltungen sei in vielen Fällen erschreckend einfach. Kein Wunder also, dass die Nachfrage nach seinen Dienstleistungen stark zunimmt – meist über persönliche Empfehlungen. Thomas J. Caduff, CEO, Fundplat GmbH

Zürich, 28.05.2026