LinkedIn-Unterstützung für Unternehmen und Menschen, die es ernst meinen
09.01.2026
Ich fahre täglich Tram in Zürich und kenne nach 45 Jahren jede Linie im Schlaf. Gleichzeitig studiere ich leidenschaftlich die Werbung auf den Fahrzeugen – Marketing und Branding faszinieren mich seit jeher.
Noch nie haben so viele Asset Manager Trams bemalen lassen wie derzeit. Es versteht sich von selbst, dass dies nicht billig ist. Fast alle Länderchefs dieser Firmen sind mir persönlich bekannt. Es fällt mir auf: Kein einziger von ihnen hinterlässt auf LinkedIn einen bleibenden Eindruck. Viele sind dort schlichtweg abwesend.
Ich wollte deshalb von Jürgen Kob, einem der bekanntesten LinkedIn-Experten der Schweiz, hören, was er davon hält – und bat ihn zugleich, kurz allgemein zu LinkedIn und seinen eigenen Aktivitäten zu sprechen. Wer am 11. März 2026 am 8. Fundplat «The Mountain Talks» Summit auf dem Uetliberg dabei ist, kann ihn live erleben! Thomas J. Caduff, CEO, Fundplat GmbH
Herr Kob, viele Finanzprofis, mit denen ich spreche, haben ein Ziel für 2026: mehr Präsenz auf LinkedIn. Was würden Sie als ausgewiesener LinkedIn-Experte diesen Leuten raten?
Gute Frage, und ich höre sie fast täglich. Viele Finanzprofis wollen 2026 mehr auf LinkedIn sichtbar sein, unterschätzen aber, dass Präsenz allein wenig bewirkt, wenn keine klare Haltung bzw. Positionierung dahintersteht. Mein Rat ist deshalb, nicht blind mit Posten zu starten, sondern mit der Frage, wofür man fachlich und persönlich stehen will. Nur, wer einordnet, zuspitzt und auch mal widerspricht, wird relevant und somit sichtbar! Wichtig ist auch, Reichweite nicht mit Wirkung zu verwechseln. Vertrauen entsteht leise, oft bei Menschen, die monatelang mitlesen und sich irgendwann später melden. Und schliesslich braucht es ein System aus klaren Themen, konsistenter Sprache und Disziplin, sonst verpufft jedes Engagement.
Mir fällt auf: Noch nie waren so viele Zürcher Trams mit Werbung von Asset Managern bemalt. Gleichzeitig zeigen sich diese Firmen auf LinkedIn kaum, ihre Länderchefs sind praktisch nicht sichtbar. Was geht Ihnen da spontan durch den Kopf?
Spontan denke ich an einen klaren Widerspruch: Man kauft sich mit grossen Budgets Sichtbarkeit im Stadtbild, scheut aber ausgerechnet dort Präsenz, wo Vertrauen wirklich entsteht. Ein Tram erzeugt Aufmerksamkeit, aber keine Beziehung. LinkedIn wäre der perfekte Ort, an dem Länderchefs oder CEOs Haltung zeigen, Entscheidungen einordnen und Verantwortung sichtbar machen könnten. Einfach und günstig.
Wenn genau diese wichtigen Personen fehlen, wirkt das unsicher – oder altmodisch.
Jürgen Kob
Dass genau diese wichtigen Personen fehlen, wirkt wie Unsicherheit oder wie ein Denken aus einer anderen Zeit, in der die Marke wichtiger war als der Mensch. Im Asset Management kaufen Kunden keine Logos, sondern Glaubwürdigkeit und Vertrauen. Wenn die Gesichter fehlen, bleibt die Distanz. Sichtbarkeit kann man bezahlen, Vertrauen nicht. Und das kann jeder ganz einfach selbst testen: Man mag ihn mögen oder nicht, aber so gut wie jeder kennt den CEO von Tesla, Elon Musk. Aber wer kennt die CEOs von BMW, VW oder Mercedes?
Auf LinkedIn erfolgreich zu sein, bedeutet mehr als nur gute Stories zu posten – es braucht Strategie und Disziplin. Können Sie Unternehmen und Einzelpersonen, die den Willen dafür haben, dabei unterstützen?
Ja, das kann ich, und zwar genau dort, wo viele scheitern. Erfolgreich auf LinkedIn zu sein, heisst nämlich nicht, ein paar gute Stories zu posten, sondern eine klare strategische Linie zu verfolgen und diese mit Disziplin umzusetzen. Genau dabei unterstütze ich Unternehmen und Einzelpersonen, die es wirklich ernst meinen. Ich arbeite nicht an der Oberfläche, sondern an Positionierung, Branding und an der Frage, wie Sichtbarkeit ehrliches Vertrauen aufbaut. Gemeinsam definieren wir, wofür jemand stehen soll / will, welche Inhalte Wirkung entfalten und wie daraus ein verlässliches System entsteht, das auch im stressigen Alltag durchhält. LinkedIn wird so kein Zeitfresser, sondern ein gezieltes Instrument mit messbarem Potenzial.
Die Fragen stellte Thomas J. Caduff, CEO, Fundplat GmbH.
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Zur Person
Jürgen Kob ist Vermögensverwalter, Verwaltungsrat und ausgewiesener LinkedIn-Experte mit Sitz in Zug. Seit über drei Jahrzehnten bewegt er sich im Finanzumfeld – von klassischem Private Banking bis hin zu modernen Digital- und Krypto-Strukturen. Er kennt die Perspektive von Unternehmern, Investoren und Entscheidungsträgern aus eigener Verantwortung. Heute verbindet er Finanzexpertise mit klarer Positionierungsarbeit auf LinkedIn. Sein Fokus liegt darauf, Fach- und Führungspersonen sichtbar zu machen, ohne ihre Glaubwürdigkeit zu verwässern. Keine übertriebene Selbstdarstellung, kein Marketing-Blabla, sondern klare Haltung, Struktur und Wirkung.
