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8. «Experten-Roundtable», Frankfurt, 22.11.2022

Fotos: Christian Lanz

Fünf Experten ziehen Bilanz fürs 2022 und freuen sich aufs neue Jahr

• Caduff: Meine Herren, was war für Sie in diesem Jahr der geschäftliche Höhepunkt?

Wagner: Unsere Investment­philo­sophie, sich mit unter­nehme­rischer Sicht an krisen­resis­tenten und profi­tablen Unter­nehmen lang­fristig zu betei­ligen, findet Anklang: der «Unter­nehmer­fonds» erreichte ein Fonds­volumen von 200 Mio. Euro. Gefreut hat uns auch der «Boutiquen Award» für unsere «Anleger­kommu­ni­kation». Es ist uns wichtig, dass Inves­toren nachvoll­ziehen, was wir tun, und daher berich­ten wir trans­parent und gerade­heraus über das, worauf es beim Invest­ment­erfolg ankommt: Die Geschäfte der Port­folio­firmen.

Klein: Wir konnten mit unserem Misch­fonds in diesem schwierigen 2022 outper­formen, da wir keine Invest­ments in Russland hatten und einige Wochen vor dem Angriff auf die Ukraine DAX-Put-Optionen kauften. Zusätzlich haben sich mehrere Posi­tionen im Bereich Solar-Energie sehr gut entwickelt.

Landau: Obwohl das Jahr 2022 von diversen Krisen geprägt ist, konnten wir in diesem anspruchs­vollen Umfeld eine neue Strategie seeden, welche wir 2023 als Fonds auflegen werden. Der Fonds wird dabei die bedeu­tende Thematik Energie­wende und Redu­zierung von CO2-Emis­sionen unter einem realis­tischen und ganz­heit­lichen Blick­winkel betrachten. Im Gegen­satz zu anderen bereits exis­tie­renden Produkten blendet unsere neue Fonds­stra­tegie die hierfür erfor­der­lichen Grund­voraus­setzungen nicht aus.

Safft: Die erhöhte Vola­ti­lität des auslau­fenden Jahres führte zu gestei­gertem Inte­resse unserer Kunden und Poten­tial­kunden, sich mit unserem Anlage­prozess zu befassen. Dass die Inves­toren die Stärken unserer «10 Goldenen Regeln» und ihrer Umsetzung in unseren Quality-Growth Port­folios verstehen, ist uns ein zentrales Anliegen. Nur auf dieser Basis ist eine gute und lang­fris­tige Zusammen­arbeit möglich. Und Lang­fris­tig­keit ist ein wesent­licher Faktor für unseren Anlage­erfolg.

Wenger: Ich denke, es hat trotz der schwierigen Märkte einiges an geschäft­lichen Höhe­punkten gegeben. Einer­seits war es sicher­lich die Funding­runde unserer Mutter­gesell­schaft 21.co aber auch die Tatsache, dass wir trotz des soge­nannten Krypto-Winters mit unserer Produkt­qualität und unserem fantas­tischen Research bei Inves­toren punkten und unserer Rolle als Aufklärer und «Knowledge Transfer Agent» gerecht werden konnten. Diese Kombi­nation erklärt den aktuellen Erfolg und stärkt das Vertrauen von Investoren.

• Caduff: Wie sieht der Haupt­treiber für Ihren Erfolg aus (Strategie, Produkt etc.)?

Safft: Seit Gründung fokussieren wir uns auf ein Ziel: den Aufbau konzen­trierter Port­folios von Unter­nehmen höchster Qualität mit über­durch­schnitt­lichem Wachstum, die an führenden OECD-Börsen notiert sind. Diese Unter­nehmen sind Ergebnis des hauseigenen Research-Prozesses, der das Wachstum viele Jahre vor der Inves­tition unter­sucht und auf dieser Basis über einen mehr­jährigen Zeitraum prognos­tiziert. Unser Vorteil liegt in der Tiefe des Researchs, das wir bei jeder unserer Inves­ti­tionen durch­führen.

Wagner: Es scheint die verständ­liche, nahbare und lang­fristig krisen­feste Invest­ment­philo­sophie zu sein, verbunden mit höchster eigener Identi­fi­kation. Die Be­teiligung an Firmen mit robusten Geschäfts­modellen, niedrigem Kapital­bedarf, hohen Skalen­effekten, heraus­ra­genden Kapital­ver­zinsungen und einer hohen Bilanz­qualität führt zu einer lang­fristig hohen Inves­titions­sicher­heit und einer attrak­tiven Wert­steige­rung, da die Port­folio­unter­nehmen ihren Unter­nehmens­gewinn und -wert verlässlich stark steigern.

Wenger: Wie schon erwähnt, ist es die Kombi­nation aus Produkt­qualität und Research-Know-how, die uns zum Markt­führer im Krypto-ETP-Bereich macht. Transparenz, Liqui­dität und Kosten­effizienz sind hier ausschlag­gebend. Wir können zwar nicht den Markt beein­flussen, aber Inves­toren Lösungen für die verschie­densten Markt­phasen zur Verfügung stellen und auch einen Beitrag dazu leisten, dass alle Inte­res­sierten die Möglich­keiten haben, aber auch die Risiken gut verstehen, die mit einem Invest­ment einher­gehen.

Landau: 2022 war und ist das Jahr der Roh­stoffe. Wir sind kurz-, mittel- und lang­fristig davon über­zeugt, dass die Themen Energie­sicher­heit und Energie­unab­hän­gigkeit eine hohe Roh­stoff­nach­frage erzeugen werden und unser «Commo­dity One»-Fonds davon profi­tieren wird. Da wir roll­opti­miert und diver­sifi­ziert (ohne Grund­nahrungs­mittel gemäss den Vorgaben der UN) an den Rohstoff­preisen parti­zipieren, freuen sich unsere Inves­toren über unkorre­lierte, zwei­stellige Zuwächse in 2022.

Klein: Unser Haupt­treiber ist die Nachhal­tigkeit. Beide Fonds sind als Artikel 9 klassi­fiziert und erreichen ein ESG Rating von AAA (nach MSCI ESG) und laut Clarity AI EU Taxo­nomie-Align­ment-Werte von über 40 Prozent. Die Firma right. based on science hat im Oktober wieder ermittelt, dass unsere beiden Fonds eine Erder­wärmung von 1.8 Grad verur­sachen (im Vergleich dazu die Unter­nehmen im DAX durch­schnittlich über 4 Grad). In 2022 erhielt die ESG Port­folio Mana­gement wieder den «Deutschen Exzellenz­preis» und im Oktober den «Boutiquen Award 2022» in der Kate­gorie «Nachhal­tigkeit».

• Caduff: Welches grosse Ziel setzt Ihr Unter­nehmen in 2023?

Wenger: Wir werden weiter hart daran arbeiten, neue, inno­va­tive Lösungen zu lancieren, die einen Einstieg in den Krypto-Markt für Inves­toren mit den verschie­densten Risiko­profilen ermög­lichen. Im aktuellen Umfeld sind risiko­adjus­tierte ETPs wie zum Beispiel vola­tili­täts­opti­mierte Produkte, die wir mit S&P lanciert haben, inte­ressant, aber auch die Kombi­nation von Bitcoin und Gold in einem Index (BOLD) macht gerade für risiko­scheuere Inves­toren Sinn. Wir wollen auch vermehrt insti­tutio­nelle Inves­toren gewinnen.

Wagner: Der absolute Fokus unsers Handelns muss und wird weiter­hin auf der Erle­digung der unver­zicht­baren Haus­auf­gaben liegen: Die stetige und gründ­liche Ana­lyse von Geschäfts­modellen und Bilanzen aus unter­nehme­rischer Sicht. Darüber hinaus werden wir noch inten­siver als bisher die lang­fristig immensen Vorzüge des Inves­tierens in «robuste Gewinn­maschinen» bei Inves­toren in den Vorder­grund stellen. Hierzu werden wir mit Augen­mass unsere vertrieb­lichen Akti­vi­täten und unsere Kommu­ni­kation intensi­vieren.

Klein: Unser Ziel für 2023 ist Wachstum unserer Fonds, damit wir weitere enga­gierte Mitar­beiter/-innen und Werk­student/-innen einstellen können. Für unseren anspruchs­vollen Investment-Prozess und das umfang­reiche Enga­gement mit Unter­nehmen können wir Verstär­kungen gut gebrauchen. Deshalb möchten wir gerne noch mehr Inves­toren von unserer Qualität über­zeugen. Sowohl unser Misch­fonds als auch unser Anleihe­fonds sind spar­plan­fähig.

Safft: Auch 2023 bleibt unser Ziel unver­ändert: Das Kapital unserer Kunden lang­fristig zu erhalten und zu vermehren. Unsere «10 Goldenen Regeln» zur Auswahl von Quality-Growth-Unter­nehmen bewähren sich seit über 30 Jahren. Wir sind bestrebt, die Kunden­be­treuung konti­nuier­lich zu verbessern und weiter­hin klar, zeitnah und umfassend zu infor­mieren, zum Beispiel durch Webcasts, News­letter und möglichst auch persön­liche Kunden­gespräche. In Zeiten höherer Vola­ti­lität ist Trans­parenz von grösster Bedeutung.

Landau: Unsere Ziele sind die Ziele unserer Inves­toren! Wir befürchten, dass auch 2023 kein einfaches (Kapital­markt-) Jahr werden wird. Daher wollen wir auch in 2023 im engen Austausch mit unseren Kunden deren Bedürf­nisse und Vorgaben umzu­setzen. Mit der neuen (zuvor genannten) Strategie werden wir wieder eine Nische bedienen, die unseres Erachtens noch kein Asset Manager im ESG-Segment abdeckt. Wir freuen uns schon darauf, Anfang 2023 mehr zu berichten.

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