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Bündner Geografie­unterricht von einem Top-Piloten

Fotos: Fundplat

Man kann Graubünden, den flächen­mässig grössten Kanton der Schweiz – umfasst einen Sechstel des schweize­rischen Terri­toriums – natürlich auch mit dem Auto oder zu Fuss erkunden, wenn man ein paar Tage oder ein paar Monate Zeit hat. Beides habe ich leider nicht. Auf meiner Wunsch­liste stand schon lange das Bergell, wo mein Vater sel. auf die Welt kam. Mein Freund Fabrizio Balsarini, Basis­leiter von Swiss Helicopter auf dem «Engadin Airport St. Moritz – Samedan», dem höchst­gele­genen Flug­hafen Europas, und sehr bekannter Hoch­gebirgs­pilot mit über 4‘000 Flug­stunden, hatte gleich eine fantas­tische Idee: «Thomas, lass uns zum Mittag­essen zum «Hotel Restaurant La Soglina» in Soglio fliegen, ich kann da vor der Tür landen.» Dieses Erlebnis wollte ich natür­lich teilen, und so kamen am Samstag, 06.04.2024, vier Freunde aus dem Unter­land zum «Heliport St. Moritz Bad», wo Fabrizio um 12:00 Uhr die Turbine eines Ecureuil H125 startete (Swiss Helicopter, das grösste Heli­kopter­unter­nehmen der Schweiz, hat 20 Maschi­nen dieses Typs im Einsatz, die eine Opera­tions­höhe von bis zu 7‘000 M.ü.M. schaffen und den Höhen­welt­rekord am Himalaya halten). Wir bekamen einen hervor­ra­gen­den Geo­gra­fie­unter­richt geboten. Sagen­haft, wie viele Berge Fabrizio mit Namen und ihren genauen Höhen kennt. Er zeigte uns aus nächster Nähe verschie­dene Berg­steiger-Hütten, frühere Schmuggler-Routen, einen gigan­tischen Stau­damm, erklärte uns die verschie­denen Stein­struktu­rie­rungen und Formen, die sich so in der Eiszeit bildeten und vieles mehr. Das Restaurant kann ich überaus empfehlen. Mama Nass und ihr Sohn Dominique haben uns wunder­bar verwöhnt. Wie wenn dies nicht alles schon absolut grandios gewesen wäre, machte Fabrizio (im Engadin wegen seiner legen­dären Flug­prä­zision auch der «Uhr­macher der Lüfte» genannt) auf dem Rück­flug noch eine Landung auf der Corvatsch-Heli-Platt­form auf 3‘303 M.ü.M. Es waren vier Stunden der Super­la­tive und mein Freund und ich konnten unsere geliebte Heimat Graubünden den Gästen aus dem Unter­land bei schönstem Wetter präsentieren! Thomas J. Caduff, CEO, Fundplat GmbH

St. Moritz, 06.04.2024